Der folgende Text entstand bereits zu großen Teilen 1998. Ob die komplette Abschaffung des Geldes nötig ist- da sind mir inzwischen Zweifel gekommen. Aber ich lasse den Beitrag zur Diskussion auf der Homepage.
Wer möchte nicht von allen Geldsorgen für immer befreit sein? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Stinkreich sein oder das Geld abschaffen.
Das erste gelingt nur wenigen, das zweite beträfe alle.
Eine Welt ohne Geld, in der nicht mehr das Streben nach persönlicher Bereicherung regiert, sondern die Menschen in Gleichheit solidarisch ihr Leben gestalten. " Liberté, Egalité, Fraternité, " - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, der Ruf der französischen Revolution von 1789, endlich in die Tat umgesetzt.
"Das wäre schön - aber mit den Menschen geht es nicht."
Weil dies das häufigste Gegenargument ist, will ich versuchen, es als erstes zu entkräften.
Wer oder was ist denn der Mensch? Müssen an seinem Egoismus, an seiner Gier nach Macht und Reichtum alle Versuche quasi zwangsläufig scheitern, unsere Welt gerecht und solidarisch zu gestalten?
Sind nicht alle Versuche in der Geschichte, die eben dies zum Ziel hatten, vor allem deswegen misslungen?
Auf den ersten Blick scheint man die Frage bejahen zu müssen. Aber eben auch nur auf den ersten. Schon bei der Prüfung unseres Alltags kommen Zweifel. Leben wir alle von früh bis spät nach dem Wolfsgesetz, bestimmt nur Egoismus unser Handeln? Dann gäbe es keine guten Nachbarschaften, keine gegenseitige Hilfe bei der Arbeit, kein in die Kneipe gehen nach Feierabend oder Seminar, keine funktionierenden Vereine oder Cliquen.
Der Fehler beginnt schon dort, wo Egoismus und Solidarität gegenübergestellt werden, in der Regel egoistisches Verhalten als negativ (jedenfalls noch) und solidarisches Handeln als positiv dargestellt werden. Ist Egoismus negativ? Ist er das Böse in uns?
Egoismus ist menschlich, weil in seiner Entwicklungsgeschichte der Mensch den Egoismus zum Überleben in der Natur brauchte. Egoismus war seine folgerichtige Reaktion, wenn es galt im Zweikampf mit dem Säbelzahntiger nicht den Kürzeren zu ziehen oder schneller als die anderen Hordenmitglieder dem wütenden Mammut wegzulaufen. Wenn sich jedoch die Möglichkeit bot, dem Mammut mit den anderen eine Fallgrube auszuheben oder den Tiger mit einer Treibjagd zu erschöpfen, dann zeigten sich auch schon die ersten Menschen als hervorragende Teamworker, wie wir heute sagen würden.
Also:
Sowohl egoistisches als auch solidarisches Handeln sind menschlich. Für welche Verhaltensweise sich der Mensch entscheidet, hängt von der konkreten Situation ab. Ihre Bedingungen veranlassen den Menschen, die für ihn und sein (Über-)leben geeignete Verhaltensweise zu wählen.
Gelingt es, den Mammut in die Fallgrube zu jagen, dann ist reichlich Nahrung vorhanden. Gelingt es nicht, will der Mensch lieber hungrig entkommen als mit der Vorfreude auf eine warme Mahlzeit tot getrampelt zu werden.
Verlassen wir unsere Vorfahren. Und ziehen wir die ersten Schlüsse:
Die Umstände, die Situation entscheidet also maßgeblich über das Verhalten. Wenn es die Umstände sind, die den Menschen bilden, dann müssen wir eben die Umstände menschlich gestalten, schrieb Karl Marx dazu.
Warum verhalten sich aber zwei Menschen in derselben Situation völlig unterschiedlich? Weil sie nicht genauso im Bewusstsein wahrgenommen wird.
Beispiel: Vor dir fährt auf der linken Autobahnspur jemand die ganze Zeit genau 100, obwohl 120 erlaubt sind. Die rechte Spur ist von LKW blockiert. Freust du dich darauf, einige Zeit bei reduziertem Tempo entspannt fahren zu können oder bist du genervt, und fragst dich, ob der vor dir überhaupt einen Führerschein hat. Vielfältig wie wir Menschen sind, sind auch die Reaktionsmöglichkeiten:
Du überholst erleichtert, als sich die Autobahn um eine Spur verbreitert. Die Sache ist vergessen. Du überholst, aber nicht ohne im Vorbeifahren eine missbilligende Geste zu zeigen. Du überholst, hast aber vorher ausgiebig von der Lichthupe Gebrauch gemacht. Du überholst nicht, weil du beschließt, der Umwelt zuliebe fortan nie schneller als 100 zu fahren. Du überholst nicht, weil du eine Panzerfaust aus dem Handschuhfach ziehst und dir damit freie Bahn verschaffst. Das sind längst nicht alle, sondern nur einige der Reaktionsmöglichkeiten.

Was lehrt uns das?
Eine Gesellschaft darf nie so beschaffen sein, dass sie vorhat, einen besseren Menschen zu erziehen, und Dank dieser erfolgreichen Erziehung wird er dann in dieser Gesellschaft glücklich leben. Keine Erziehung, kein Staat ist in der Lage, aus den Menschen Bürger zu machen, die alle das Gleiche wollen, sich in allen Situationen gleichermaßen verhalten. So etwas ist immer wieder gescheitert und kann auch nur scheitern.
Freiheit des Einzelnen und seiner Entscheidungen muss stets gewährleistet sein.
Eine neue Gesellschaft muss so sein, dass sie zwar solidarisches Handeln fördert, belohnt, anregt, aber sie muss auch jedem erlauben, egoistisch sein zu können, so lange dadurch andere Menschen in ihrer Freiheit nicht beschränkt werden. Was ist schlecht am Geld? Welchen Einfluss hat Geld auf den Menschen? Jeder kennt den Satz "bei Geld hört die Freundschaft auf" und jeder kann ihm zustimmen. Der eine, weil ihm das Geld wichtiger ist als die Freundschaft, der andere aus umgekehrtem Grund. Unbestritten ist aber bei beiden, dass die Verfügung über Geld oder der Wunsch danach einen besonderen Einfluss auf die Moral, den Charakter und die Eigenschaften der Person hat. Das war nicht immer so. Ursprünglich war Geld lediglich eine Ware, gegen die alle anderen Waren tauschbar waren. Der ursprüngliche Tauschhandel unserer Vorfahren war umständlich. Wer ein Winterfell gegen Jesuslatschen tauschen wollte, musste vorher lange umherziehen, bis er endlich den Schuhverkäufer fand, der ausgerechnet ein Fell brauchte. Konnte ihm ein Fellinteressent, der keine Latschen zum Tauschen hatte, jedoch eine Tauschware anbieten, die weltweit jeder Schuhverkäufer akzeptierte ohne im Entferntesten dem Fellerwerb geneigt zu sein, so war unser Jäger aus dem Schneider: Mal waren es seltene Muscheln, woanders gelochte Steine, irgendwann gab es Goldstücke. Geld, als universeller Mittler für alle Tauschgeschäfte war geboren. Es gab so viel Geld, wie es nötig war, um die hergestellten Waren in einem bestimmten Zeitraum tauschen zu können. Doch das Geld begann sich zu verselbständigen. Aus dem Mittler zwischen Waren wurde eine Ware, deren Besitz für den Eigentümer Wohlstand und Ansehen versprach. Je höher die Geldsumme, desto größer Wohlstand und Ansehen. Selbst der hässlichste und charakterloseste Mann, der sonst sein Leben als Single verbracht hätte, konnte sich schöne Frauen leisten, wenn er genug Geld hatte. Schon Goethe lässt im Faust den Mephistos sagen: "Wenn ich sechs Hengste zahlen kann, sind ihre Kräfte nicht die meine? Ich renne zu und bin ein rechter Mann, als hätt' ich vierundzwanzig Beine.« Nicht mehr die Herstellung einer Ware, sondern die Erlangung einer großen Geldsumme wird Ziel der menschlichen Produktion. Das ist die erste Stufe der Perversion, der Entmenschlichung. Die zweite folgte mit der Entstehung des Kreditwesens. Um die Geldsumme zu vergrößern, wird Geld gegen Zinszahlung verliehen. Die größere Geldsumme zurückzuzahlen verlangt Wachstum. Erlangt der Kreditnehmer mit dem Verkauf seiner Produkte nicht mehr Geld als zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme, sieht es schlecht für ihn aus. So lange Wachstum möglich und sinnvoll war, funktionierte das System immerhin. (Die rücksichtslose Ausbeutung ganzer Kontinente gehörte dazu). Im Wesentlichen entsprach die nötige Geldmenge immer noch der globalen Warenproduktion, weil sie durch Wachstum gesteigert worden war. Aber nun folgte die 3.Stufe, die Geldvermehrung, die sich von der Warenproduktion abkoppelt. Die virtuellen Geldmengen, die jeder in Zehntelsekunden um den Globus jagen, die Spekulationsbillionen, sind heute nur noch zu 15 Prozent von tatsächlich vorhandenen Produkten gedeckt. Je größer diese Geldsummen werden, desto mehr wächst nicht nur die Inflationsgefahr. Es entstehen Finanzblasen, die platzen, Banken und Währungen kommen ins Schleudern, Staaten gehen pleite, bis das ganze System wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Das kann Monate dauern, Jahre oder auch nur Sekunden. So bleiben eigentlich nur zwei Fragen:
Ohne Hellseher zu sein, gehe ich davon aus, dass dieser Zusammenbruch zwischen 2012 und 2018 erfolgen wird. Zumindest sprechen dafür viele Gründe, unter anderen der, dass ich es gern erleben will.
Das liegt natürlich an uns Menschen selbst. Ich werde im folgenden einige Vorschläge machen. Ich habe sie "Welt ohne Geld" genannt. Welt ohne Geld - zurück zum Tauschhandel?
Gibt es kein Geld mehr, dann müssen wir zurück zum Tauschhandel, weil kein Äquivalent mehr vorhanden ist, gegen das alle anderen Waren tauschbar sind. So ungefähr lautet das zweite Hauptargument gegen die Abschaffung des Geldes. Aber kann nicht etwas anderes die Rolle des Äquivalents übernehmen? Ich greife noch einmal einen Gedanken von Marx auf:
In jeder Ware, in jedem Produkt steckt ein bestimmter Anteil menschlicher Arbeit.
Warum also nicht die Zeit, die zur Herstellung benötigt wird, zum Maßstab nehmen? Die Preise im Supermarkt werden ersetzt durch die Zeiten, die für die Herstellung des jeweiligen Produkts aufgewendet werden müssen. Dabei werden auch die Kosten -in Zeit- eingerechnet die bei der Entsorgung entstehen, jede Form von Umweltbelastung. Das heißt, alle Produkte, die ohne lange Transportwege, ohne aufwändige Verpackung zum Verbraucher kommen, sind auch die preiswertesten.
Und wie bezahle ich? Mit der Anzahl von Stunden und Minuten, die ich selbst gearbeitet habe. Das bedeutet einen kleinen Nachteil für diejenigen, die bisher Geld zur Verfügung haben, ohne dafür zu arbeiten, zum Beispiel, indem sie andere für sich arbeiten lassen oder von einer großen Erbschaft zehren. Sie würden bei Fortsetzung dieser Lebensart sicherlich verhungern.
Wie viele Stunden muss jeder Mensch arbeiten?
Acht Stunden in der Woche, richtig gelesen, acht Stunden in der Woche.
Begründung:
Auf der Los Angeles Konferenz von 1995 kamen 500 führende Wirtschaftwissenschaftler und Politiker zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2030 nur noch 20% der aktiven Weltbevölkerung nötig seien, um das gesamte Weltbruttosozialprodukt zu erwirtschaften.
Dies sei eine Folge der immer schneller voranschreitenden informellen Revolution, des Ersatzes menschlicher Arbeitskraft durch Computer und automatisierte Produktionsabläufe. Allerdings bildete eine durchschnittliche Arbeitswoche von fünf Werktagen zu je acht Stunden die Grundlage dieser Prognose. Eine ganz einfache Rechenübung: Wenn 20 Prozent der Weltbevölkerung 5 Tage arbeiten, warum nicht 100 Prozent jeweils einen Tag? Das Weltbruttosozialprodukt würde dabei nicht kleiner werden. Und es gäbe ab sofort nicht einen einzigen Arbeitslosen auf der Welt!
Wie soll das funktionieren, die Betriebe können nicht mit einer täglich wechselnden Belegschaft produzieren? Natürlich nicht. Aber das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und freier Zeit bleibt immer 1:4. Ich kann einen Monat arbeiten und dann vier Monate Urlaub machen. Ich kann auch ein Jahr arbeiten und dann vier Jahre pausieren oder ich arbeite 20 Jahre fünf Tage in der Woche und habe dann 80 Jahre frei. So wäre übrigens auch ganz nebenbei das Rentenproblem gelöst, sogar weltweit.
Im Durchschnitt einen Tag pro Woche zu arbeiten, das wäre allerdings auch die Pflicht eines jeden. Die Wertschöpfung des halben Arbeitstages, immerhin 50% des Weltreichtums, wird eingesetzt, um die gesellschaftlichen Aufgaben wie Gesundheitswesen, Schulen, Versorgung von Altersschwachen, Kranken usw. zu gewährleisten. Die andere Hälfte steht dem einzelnen in Form von Arbeitszeitpunkten zur Verfügung, um damit für seine persönlichen Bedürfnisse "einzukaufen".
Will er etwas erwerben, was mehr Punkte erfordert, muss er eben mehr arbeiten.
Jetzt kommt der nächste Einwand: Heißt das, dass jemand, der eine Stunde eine Toilette schrubbt, dafür genau soviel bekommt, wie der Chirurg, der eine Stunde eine komplizierte Operation macht? Wer will dann noch Chirurg werden? Wollen dann nicht alle einfache Arbeiten machen, es muss ja nicht unbedingt die Toilettenreinigung sein?
Ja, es wird nicht gefragt, wie qualifiziert die jeweilige Arbeit ist. Denn auch der Arzt will sich nach gelungener Operation nicht auf eine schmutzige Toilettenbrille setzen.
Jede Zeit, die für eine Wert schaffende oder Wert erhaltende Arbeit, jede Tätigkeit, die für die Gesellschaft nützlich ist, zählt. Trotzdem wird es genug Ärzte geben, allerdings nicht mehr solche, die den Beruf nur deshalb gewählt haben, weil sie viel Geld verdienen wollen.
Und das ist vielleicht nicht zum Nachteil für die Patienten.
Zu tun ist genug auf unserer Erde. Das Trinkwasserproblem, um nur eins zu nennen, kann gelöst werden, und nicht erst dann, wenn ein Liter Wasser fünf Dollar kostet, weil sich vorher teure Salzwasseraufbereitungsanlagen nicht rentieren. Der Gedanke der Rentabilität, wie er für die heutige Wirtschaftsordnung maßgeblich ist, verschwindet über Nacht. Nicht mehr die Gewinnmaximierung ist Triebkraft der Entwicklung, sondern das Streben, mit möglichst wenig Arbeitszeiteinsatz viel, aber auch nach ökologischen Kriterien, zu produzieren.
Denn wenn die Arbeitszeit pro Produkt sinkt, kann ich für die gleiche Zahl von Arbeitspunkten mehr konsumieren.
So hat die alternative Gesellschaft ihre Wachstumsmotivation, die auch für jeden einzelnen gilt, weil er davon profitiert.

Die 1:4 Regel gilt weltweit. Ich kann überall arbeiten, überall ist die Entlohnung gleich, weil überall der Tag 24 Stunden hat. Nun kommt wieder ein Einwand:
Wird nicht jemand, der viele Arbeitspunkte hat, vielleicht andere damit bezahlen, und es gibt dann wieder soziale Ungerechtigkeiten? Das ist nicht möglich, weil die Arbeitspunkte nicht wie Bargeld übertragbar sind. Sie sind eben kein Geld, das anonym und frei zirkuliert, seinen Besitzer ständig wechseln kann, bei dem einen sich zu Vermögen anhäuft, dem anderen sich als Schuldenberg präsentiert. Mit Arbeitspunkten entfällt die Spekulation, die heute viele Produkte künstlich verteuert. Es gibt kein Bargeld mehr, Einkäufe werden mit einer Chipkarte und Passwort erledigt. Gibt es kein Privateigentum mehr? Nein. Wer viel arbeitet, kann auch viel konsumieren und besitzen. Nur für "Bargeld" kann er es nicht kaufen, weil Arbeitszeitpunkte immer Personengebunden sind.
Beispiel: Ich will mein gebrauchtes Fahrrad verkaufen. Ich setze ein entsprechendes Angebot ins Internet, das den Preis, also die von mir angestrebten Punkte enthält. Es melden sich mehrere Interessenten. Zwei Kooperativen, die allerdings meinen Preis drücken wollen und Einzelpersonen, die mir andere Gegenstände zum Tausch anbieten. (Punkte "fließen" nur von Kooperative zu Kooperative. Die Punkte für mein Fahrrad kommen über die Kooperative, bei der ich aktuell gemeldet bin, dort, wo ich meinen halben Tag für die Allgemeinheit ableiste, auf mein Punktekonto).
Oder gleich Tauschhandel. Mein Fahrrad gegen zwei Tage Babysitting zum Beispiel. Solche Tauschbörsen gibt es heute auch schon. Also kann ich doch jemand für mich arbeiten lassen?
Im begrenztem Umfang schon, doch es würde sich bestimmt niemand finden, der für mein altes Fahrrad mir sämtliche Räume renoviert und drei Jahre auf meine Kinder aufpasst.
Und wenn doch, dann muss er sehr viel Freude daran haben, er würde es ja freiwillig machen.

Aber was passiert mit den Arbeiten, die nicht Wert schaffend, erhaltend oder gesellschaftlich nötig sind? Ganz einfach, sie fallen in den Bereich unentgeltlicher Freizeitbeschäftigung. Wenn du nur acht Stunden in der Woche arbeiten musst, bleibt genug Zeit für Freizeit oder Studium. Auch jeder Student, jeder Schüler ab 12 Jahre wird seine Acht-Stunden-Woche verrichten. Werbung, Profisport, professionelle Künstler, was wird daraus?
Werbung wird es in der heutigen Form nicht mehr geben. Sie wird ersetzt durch sachliche Information im Internet oder anderswo über das vorhandene oder geplante Produkt, um den Bedarf festzustellen. Damit verschwinden auch die privaten Fernsehsender. Wahrscheinlich wird es mehr Sender wie den "Offenen Kanal" geben, um der Kommunikation unter den Menschen zu nutzen. Weniger "couch potatoes" wären eine angenehme Begleiterscheinung. Profisport gibt es nicht mehr, die schönste Belohnung für den Sportler ist der Jubel im Stadion. Profikünstler brauchen wir nicht mehr, durch das Mehr an Freizeit erschließt sich die Kultur und die kulturelle Betätigung viel mehr Menschen als heute. Die Gesellschaft stellt Räume, Veranstaltungssäle, Theater usw. zur Verfügung, in denen jeder auftreten kann, ohne dafür Punkte zu erhalten. Punkte bekommen diejenigen, die für den Kulturbetrieb als Arbeiter nötig sind: Beleuchter, Techniker usw.

Nur die Arbeitspunkte haben einen Wertzuwachs, alle anderen Waren verlieren dementsprechend. So macht die Anhäufung von Waren keinen Sinn, sondern nur die Anhäufung von Arbeitspunkten auf meinem Konto. Und das ist die entscheidende Logik. Habe ich für ein Kilo einer Ware zehn Punkte hineingesteckt, behalte die Ware dann zehn Jahre, so ist ihr durchschnittlicher Arbeitszeitwert gesunken, ich bekomme nur noch sieben Punkte dafür. Warum habe ich sie aufgehoben? Anhäufung macht nur Sinn bei Waren, die ich schnell konsumiere. Ich esse drei Blumenkohlköpfe statt einen. Weitere Anhäufung ist sinnlos oder ungesund.
Ich werde aber niemals andere für mich arbeiten lassen können, weil ich sie nicht mit Punkten bezahlen kann. Die einzige Quelle für die Erlangung von Arbeitspunkten ist die eigene Arbeit. Ich kann nur so viel kaufen oder besitzen, wie ich auch dafür gearbeitet habe.
Alle anderen Formen von Vermehrung oder Anhäufung, die es beim herkömmlichen Geld gibt, existieren nicht mehr.
Welt ohne Geld - wie funktioniert der Staat?
Überhaupt nicht, weil es keinen mehr gibt. Die repräsentative Demokratie ist ersetzt durch direkte Demokratie per Internet. Schon heute gibt es Modellversuche mit dem sogenannten e-voting. Jeder Bürger, der arbeitet oder gearbeitet hat, kann beginnend als Zwölfjähriger an
allen Entscheidungen, die ihn betreffen mitwirken. Soll über die globale Energiepolitik entschieden werden, können alle Menschen, die auf der Erde leben, abstimmen. Geht es jedoch nur um die Verkehrsberuhigung in einem Stadtteil oder um den Bau eines Anlegestegs vor einem kleinen Dorf am Amazonas, dann stimmen diejenigen ab, die dort leben. Politische Parteien kann es noch geben, sie haben aber nur noch die Funktion von Denkfabriken, sie machen vor den Entscheidungen ihre Vorschläge, in der Hoffnung, mit den besten Sachargumenten überzeugen zu können.
Politische Parteien haben keine Machtfunktion mehr, sämtliche Parlamente gehören der
Vergangenheit an, weil sie keinen Sinn ergeben, wenn die Bürger selbst entscheiden.
Es gibt auch keine Gerichte mehr. Erstens entfällt ein großer Teil der Straftaten, weil
es kein Geld mehr gibt, für dessen Besitz jemand eine solche verüben will, zweitens werden
alle zivilrechtlichen Fragen von ehrenamtlichen und gewählten Bürgern geklärt, die das
in ihrer Gemeinde oder Kiez übernehmen. Denn sicher wird es noch Konflikte aus Eifer-
sucht, Vandalismus im Rausch oder ähnliches geben.

Viele unproduktive Arbeiten, die heute den Steuerzahlern viel Geld kosten, verschwinden
über Nacht. Banken werden nicht mehr gebraucht, was sollten sie in die Tresore packen?
Finanzämter lösen sich in Luft auf, weil ohne Geld auch das Zahlen von Steuern und damit
deren Verwaltung entfallen. Die allgemeinbildenden Schulen vermitteln den 6-11jährigen
weltweit eine solide Grundbildung, danach gibt es weiterführende Schulen und Hochschulen, die wie Universitäten organisiert sind: Die Lehrer bieten Kurse und Projekte an, von denen sich die Schüler so viele auswählen können, wie sie wollen. Bleibt ein Lehrer sofort ohne Interessenten, wird er gezwungen sein, das Thema zu ändern, wenn er Punkte haben will. Bleiben nach anfänglichem Erfolg die Interessenten aus, so wird er seine Lehrmethodik überprüfen oder bei einer anderen Arbeit Punkte erwirtschaften müssen.

Die Entscheidungen im kleinen Rahmen einer Gemeinde zu organisieren, okay, das kann
klappen, aber wie wird zum Beispiel der weltweite Verkehr gesteuert?
Beispiel: Bei einer Weltabstimmung wurde beschlossen, aus ökologischen Gründen den Flugverkehr auf interkontinentale Flüge zu reduzieren, innerhalb eines Kontinents benutzten alle hauptsächlich die Bahn als umweltfreundliches und energiesparendes Verkehrsmittel. Zehntausende Kilometer Schienenwege müssen geplant und verlegt werden. Ein ehrenamtlicher globaler Expertenrat wird eingesetzt, der die entsprechenden Aufgaben übernimmt. Sind es heute oft Minister, die Entscheidungen treffen, für die sie beruflich nicht qualifiziert sind, weil das Parteibuch über das Ministeramt bestimmt hat, so werden es künftig Sachverständige sein, die es ehrenamtlich tun, weil sie von der Notwendigkeit überzeugt sind. Durch die strikte Ehrenamtlichkeit, der fachlichen Kompetenz als alleiniges Kriterium, haben Scharlatane keine Chance. Auch bei allen anderen Fragen, die weltweit, kontinental oder regional koordiniert werden müssen, treffen die Entscheidungen die Bürger, niemand kann politische Macht erringen, weil es keine politischen Machtorgane mehr gibt. Wie sollen denn aber die Bürger über die notwendigen Informationen und Kenntnisse verfügen, um ihre Entscheidungen qualifiziert treffen zu können? Sie haben eben durch die 1:4 Regel die dafür notwendige Zeit zur Verfügung.

Welt ohne Geld - keine Ländergrenzen
Die Welt ohne Geld ist auch eine Welt ohne Ländergrenzen und Militär, weil es keine Waffen mehr gibt. Weltweit sind alle Schusswaffen eingeschmolzen worden. Wenn im Stadtwald etwas gegen die Wildschweinplage getan werden muss, lässt sich der Förster von Leuten aus einem Erdteil helfen, die z.B. mit Pfeil und Bogen umgehen können.
Wird es noch Gefängnisse geben? Vielleicht einige wenige. Denn auch in der Welt ohne Geld gibt es, wie bereits gesagt, noch Straftaten, die zum Beispiel von Triebtätern, von kranken Menschen verübt werden. In solchen Fällen muss die Gesellschaft ihre Bürger schützen und gleichzeitig versuchen, den Kranken zu helfen, soweit dies nach dem Stand der Forschung möglich ist. Dass dafür nicht unbedingt Gefängnisse gebraucht werden, auch dafür gibt es bereits heute in einigen Ländern Modelle.
Mit dem Wegfall der Ländergrenzen entfällt ein großer Teil unproduktiver Aufgaben wie Militär, Grenzpolizei, Zoll und diplomatische Dienste mit ihren weltweit hohen Kosten.

Welt ohne Geld - eine andere Produktionsweise
Wer bestimmt, ob eine Arbeit gesellschaftlich nötig ist, wer oder was entscheidet über
Wertschöpfung oder Werterhaltung? Wer entscheidet darüber, was produziert wird?
Muss man sich dazu eine globale Planungsbehörde vorstellen? Welch ein schrecklicher
Gedanke, es sind schon kleinere Planungsbehörden gescheitert!
Hier ist ein kleiner Ausflug in die Ökonomie nötig.
Auch schon heute entscheidet nicht die Produktion an sich über die Wertschöpfung. Was hat die Ware für einen Wert, die nicht verkauft wird, sondern wegen fehlender Nachfrage auf den Müll geworfen wird? Keinen. Ein Unternehmen kann nur Gewinne erzielen, wenn es seine Produkte verkauft. Eine vorhandene Nachfrage muss befriedigt oder erzeugt werden. Findet sich weltweit kein Verbraucher, für den das Produkt irgendeinen Nutzwert darstellt, besitzt es keinen Wert, die in sie hineingesteckte menschliche Arbeit, Energie, Rohstoffe sind sinnlos verschwendet worden.
In der neuen Gesellschaft gilt der Grundsatz, dass erst dann produziert wird, wenn die
Nachfrage klar ist. Ein Produzent informiert über die Ware, die er herzustellen in der
Lage ist. Je nach Stückzahl, Liefertermin und Transportaufwand wird es unterschiedliche Nachfrager geben. Erhält der Produzent den Auftrag, dann wird produziert, die Arbeitspunkte "fließen" bei Erhalt der Produkte oder Dienstleistung beim Auftraggeber.
So wird Verschwendung vermieden, Waren, die keiner will, wird auch niemand herstellen,
es sei denn, er tut dies für den eigenen Bedarf, in seiner Freizeit.
Welt ohne Geld - wie funktioniert eine Kooperative?
Alle bisherigen Unternehmen werden in Kooperativen (Genossenschaften) weitergeführt.
Die Betriebe werden von den Arbeitern selbst gemanagt. Derjenige, der nur vorhat, einen
Tag oder einen Monat dort zu arbeiten, weil er danach Urlaub in anderen Erdteil macht,
oder bei einer anderen Arbeit seine Punkte machen wird, dieser wird sich dort nicht für eine Aufgabe wählen lassen, die eine durchgehende Mitarbeit von mehreren Jahren erfordert. Es wird aber auch Menschen geben, die sich mit der Herstellung ihres Produkts, mit ihrem Betrieb stark identifizieren, die also für längere Zeit Verantwortung übernehmen wollen. Diese werden in die entsprechenden Aufgaben gewählt, sei es für die Leitung eines Kleinbetriebs oder für die einer ehemaligen multinationalen Aktiengesellschaft.

Genossenschaftliche oder kooperative Produktion ist eine marktwirtschaftliche Produktionsweise. Jede Kooperative muss aus ihren Einnahmen die Arbeitspunkte an ihre Mitglieder überweisen, die Kosten für Entsorgung, Erhalt der Betriebsanlagen, Transporte tragen und auch Rückstellungen für Investitionen machen. Eine Kooperative kann natürlich auch pleite gehen, wenn ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht mehr nachgefragt werden. Aber sie kann auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Die "Welt ohne Geld" ist keine Planwirtschaft, sondern es gelten die Marktregeln von Angebot und Nachfrage. Wer konsumieren will, muss in einer oder mehreren Kooperativen arbeiten, denn sie vergeben die Punkte, laden die persönliche Chipkarte auf. Dabei entscheiden die Kooperationsmitglieder in freier und demokratischer Selbstverwaltung, können zum Beispiel dem Kollegen, der in seiner Arbeitszeit eine halbe Stunde auf dem Klo gesessen hat, weil er die Nacht zuvor durchgezecht hatte, den halben Punkt nicht geben.

Wie kann sich aber eine neue Kooperative gründen, die für eine neue Produktion eine Halle, Maschinen und Werkzeuge braucht? Sie braucht Mitglieder, die einen Teil ihrer Arbeitspunkte nicht konsumieren, sondern damit die Anschaffungen "bezahlen". Dabei muss nicht jeder "vor Ort" mitarbeiten, die weltweite Vernetzung erleichtert die Mitarbeit von Zuhause am Computer. Wenn ich Lust habe, kann ich so bei mehreren Kooperativen mitmachen.
Wie finden die Kooperativen ihre Mitarbeiter? Was, wenn zu viele Menschen in einem bestimmten Beruf arbeiten wollen? Jede Kooperative informiert darüber, wie viele Leute für welche Arbeit und für welchen Zeitraum gebraucht werden. Unter den Bewerbern wird dann ausgewählt. Eine globale Freizügigkeit existiert, die Personentransporte mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind weltweit kostenlos, d.h. sie werden durch die Allgemeinheit finanziert. Jede Kooperative überweist wöchentlich den halben Tagessatz eines jeden Mitarbeiters an einen entsprechenden Fonds. Welt ohne Geld - wie funktioniert die Wirtschaft?
Als Grundvoraussetzung gilt: es gibt nur genossenschaftliches Eigentum an Produktions-mitteln. Das Land gehört weltweit allen und wird von den Gemeinden ihren Einwohnern zur Nutzung überlassen. Stirbt der Nutzer, bekommt es ein anderer. Statt privater Unternehmen existieren Kooperativen, in denen alle das gleiche Stimmrecht haben. Leitungsfunktionen werden durch direkte Wahlen besetzt.
Die Gesellschaft soll so funktionieren, dass das nachhaltige und umweltbewusste Produkt
weniger Arbeitspunkte erfordert als ein durch schonungslosen Verbrauch von Rohstoffen
hergestelltes. Daher werden die erforderlichen Arbeitspunkte mit in den Preis gerechnet,
die zur Rückgängigmachung von Umweltbelastungen aufgewendet werden müssten.
So existiert nicht mehr der Widersinn wie in der heutigen Zeit, dass Millionen von Produkten zehntausende Kilometer transportiert werden und trotzdem noch billiger sind als diejenigen, die in der Nachbarschaft des Verbrauchers produziert werden. In der Regel wird es so sein, dass die in der Nähe gefertigten Produkte auch die geringste Anzahl von Punkten verlangen, weil kaum Transportwand hinzugerechnet werden muss.
Möglichst überall hat der Verbraucher die Möglichkeit zwischen den günstigen Umwelt-
produkten und den teueren, weniger ökologischen zu wählen. Ein Beispiel dafür, wie es sein könnte: Wäsche waschen im Waschsalon muss billiger sein, als zu hause mit der eigenen Maschine. Wer aber trotzdem eine eigene Maschine haben möchte, muss sie auch erwerben können. Bei einer großen Familie oder bei jemand, der isoliert auf dem Land lebt, wäre das auch sinnvoll.
Anderes Beispiel: Das eigene Auto oder einen Mietwagen?
Kooperativen bieten preisgünstig Mietwagen an, die wenig Treibstoff verbrauchen oder
mit alternativen Antriebssystemen versehen sind. Sie gibt es in nicht vielen verschiedenen
Varianten, vielleicht nur drei oder vier, je nach dem wofür sie gebraucht werden (Transport von Waren oder Personen). Sie sind praktisch, aber sehen alle irgendwie gleich aus.
Da wird es Leute geben, die sagen, mir ist es egal wie das Gefährt aussieht, ich will nur von A nach B. Andere wollen einen Wagen, mit dem sie protzen können. Wenn sie das wollen,
können sie ihn bekommen, sie müssen nur mehr dafür arbeiten. Dadurch, dass überall in der Welt das ökologisch sinnvolle Angebot, egal ob Ware oder Dienstleistung immer das
günstigere ist, ändert sich nach und nach das Verhalten der Menschen, indem sie mehr Öko-Produkte konsumieren, weil sie für weniger Punkte zu haben sind.
Nie wird jemand gezwungen, auf etwas zu verzichten -es sei denn, es würde die Freiheit
oder Menschenwürde eines anderen einschränken- sondern der ökologische Rahmen der
Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung färbt immer mehr auf seine Bürger ab, lädt sie
zur Vernunft ein, ohne sie dazu zu zwingen.
Welt ohne Geld- wie funktioniert die Berufsausbildung?
In erster Linie in und durch die Kooperativen. Sie wissen am besten, für welchen Zeitraum
welche Qualifikationen benötigt werden. Der Auszubildende oder Student erhält für seine Ausbildung kein Entgelt. Durch die 1:4 Regel können Arbeitszeit, in der Punkte erwirtschaftet werden, und Ausbildung nebeneinander liegen. Die Kosten der Ausbildung werden von der Kooperative getragen.
Schritt für Schritt steigt die Qualifikation der Menschen, weil sie in dieser freien Gesellschaft ihre individuellen Interessen verwirklichen, persönliche Stärken und Vorlieben realisieren. Arbeit ist nicht mehr Lohnarbeit, sondern dient der eigenen Verwirklichung. Dies wird weitgehend der Fall sein, da es sich um eine globale Gesellschaft handelt. Wer Mediziner werden will, weil er anderen Menschen helfen will, der wird die entsprechende Ausbildung aufnehmen, auch wenn der Ausbildungsort in einem anderen Erdteil liegt. Wer in seinem Heimatort bleiben will, weil Freund oder Freundin von dort nicht weg wollen, wird eine andere Ausbildung machen, wenn dort keine medizinische angeboten wird.

Welt ohne Geld - Gesellschaft der Jugend
Da jeder im Alter von 12 Jahren zu arbeiten beginnt, jedenfalls einen Tag pro Woche, hat jeder ab diesem Alter auch ein volles Stimmrecht (Wer arbeitet, darf wählen und entscheiden).
Somit hat die junge Generation größere Einflussmöglichkeiten als heute. Und das ist auch
notwendig, denn diejenigen, die noch in der alten Zeit groß geworden sind, sind durch
diese Prägung den neuen Werten und Anforderungen nicht immer offen.
Der größte Teil der Verantwortung in allen gesellschaftlichen Entscheidungen wird vor allem von Bürgern getroffen werden, die nicht älter als 20 Jahre sind. Die älteren unterstützen sie dabei mehr mit ihrem Fachwissen als mit gesellschaftlicher Erfahrung, denn diese nützt in der neuen Gesellschaft nicht viel.
Entscheidungen werden grundsätzlich von denen getroffen, die sie auch betreffen.
Also wählen alle, die zu einer Oberschule gehören, ihren Leiter. Wegen der Mehrheits-
verhältnisse werden wohl die meisten Schulleiter Schüler sein. Der Leiter einer Grund-
schule für die 6-11jährigen wird dagegen ein Elternteil oder ein Lehrer sein.

Welt ohne Geld - was ist mit Drogen?
Ich züchte mir meine Cannabispflanzen und kiffe als Freizeitvergnügen. Ich züchte mehr
als ich kiffen kann, dann kann ich gegen etwas anderes privat tauschen, aber Punkte erhalten ginge nur über die Gründung einer Cannabis-Kooperative. Das ginge auch mit anderen Drogen, wie Kokain oder Opium, wenn es dafür Nachfrage gibt. Drogen wären legal, aber teuer, da in ihrem Preis Aufwendungen, die durch Gesundheitsschädigungen nötig werden, eingerechnet sind.
Sicherlich wird deshalb Cannabis wesentlich günstiger als Alkohol oder harte Drogen sein.
Aber wird Drogenkonsum nun gesellschaftlich nützlich, was ist das für eine Wertschöpfung? Dazu muss man sich noch einmal vergegenwärtigen, dass "gesellschaftlich nützlich" zunächst heisst, dass dafür ein menschliches Bedürfnis, also Nachfrage besteht. Die Frage wird also nicht sein, ob es Drogen gibt, sondern wie damit umgegangen wird. Wenn dem Verbraucher die Risiken klar sind und er bereit ist, viele Stunden dafür zu arbeiten, dann kann er sogar auch harte Drogen nehmen. Die neue Gesellschaft bedeutet Freiheit. Das schließt auch Risiken für den einzelnen ein, die ihm niemand abnehmen kann.

Welt ohne Geld - und die Prostitution?
Sie wird es wahrscheinlich immer noch geben, aber in Form des Tauschhandels zwischen
den Partnern. Wenn ein Mensch bereit ist, als Gegenleistung für Sex zum Beispiel drei
Köpfe Blumenkohl zu erhalten. Arbeitspunkte lassen sich jedoch dabei nicht "erwirt-schaften". Ausnahmen kann ich mir in den Bereichen vorstellen, wo z.B. geistig oder sehr stark körperlich Behinderte anders ihren Sexualtrieb nicht befriedigen können, entsprechende Leistungen aus dem allgemeinen Fonds beglichen werden.

Welt ohne Geld - welche Sprache wird gesprochen?
Sicherlich bleiben alle vorhandenen Sprachen erhalten, denn es wird nicht lange dauern,
bis handliche Simultan-Übersetzungsgeräte, vielleicht als Kopfhörer, die Kommunikation
zwischen allen Menschen vereinfachen, zunächst wird dies in einigen Sprachen, später aber in allen Sprachen möglich sein. Dies bedeutet, dass in einem Kino mit 147 Plätzen Angehörige von 147 verschiedenen Nationalitäten sitzen können, während in der 148. Sprache der
Film läuft. Welch eine Bereicherung für das kennen lernen anderer Kulturen!

Welt ohne Geld - auch ohne Miete?
Alle Häuser gehören der Gemeinde, auf deren Grund und Boden sie liegen. Verwaltet werden sie von den jeweiligen Bewohnern, den Nutzern. Diese zahlen keine Miete, sondern müssen die Anzahl von Arbeitspunkten gemeinsam aufbringen, die für die laufenden Kosten und die Instandhaltung nötig sind. Die Gemeinschaft der Nutzer entscheidet, wann welche Arbeiten erledigt werden und ob jeder dasselbe dazu beiträgt, oder zum Beispiel eine Familie mit vielen Kindern weniger leisten muss, da sie ohnehin eine höhere Belastung haben. Jeder Bewohner kann so lange bleiben, wie er möchte. Zieht er aus, oder stirbt er, verteilt die Gemeinde die freie Wohnung neu. Privates Eigentum an Häusern oder Wohnungen gibt es nicht. So ist eine weitgehend gerechte Verteilung möglich.
Hat sich jemand ein Haus gebaut, gehört es ihm nicht. Er kann darin solange wie er will wohnen - schließlich hat er es sich nach seinen Ideen gestaltet- aber er kann es nicht verkaufen oder vererben. Will ein anderer ein Haus für sich alleine, muss er es sich selber bauen, wenn er keine Gemeinde findet, die ihm ein solches Wohnen anbietet.
Welt ohne Geld - wollten das die sozialistischen Länder nicht auch, also ein
altes und gescheitertes Modell?
Nein, denn nicht ein einziges sozialistisches Land hatte je den Versuch unternommen,
eine alternative Gesellschaft ohne Geld und ohne Staat aufzubauen. Die Ware-Geld-
Beziehungen existierten weiter, ganz zu schweigen von den undemokratischen Zuständen.
Wenn also Grundgedanken von Marx aufgegriffen werden, dann es vor allem jene, die
noch nie jemand versucht hat in die Realität umzusetzen. Also etwas völlig neues, was zu
wagen ist.
Welt ohne Geld - was ist mit der politischen Macht?
Nicht nur Geld und Reichtum schafft Machtstreben. Beispiele aus der Geschichte und aus
der Gegenwart zeigen, dass auch in Gesellschaften, in denen der Reichtum relativ gleich-
mäßig verteilt ist, es immer Menschen gab und gibt, die Macht über andere Menschen
ausüben wollen. Deswegen kann die neue Gesellschaft nur mit einer wirklichen und direkten Demokratie funktionieren. Alle Formen repräsentativer Demokratie schaffen Hierarchien und das bedeutet Macht. Das Vorhandensein von Macht schließt den Missbrauch derselben
ein. Doch auch in einer direkten Demokratie wird es darum gehen, Verantwortung zu über-
nehmen, Verantwortung zu delegieren. Doch werden alle es ehrenamtlich tun und auch jederzeit abwählbar sein. Bei der Übernahme von Verantwortung entscheidet einzig die fachliche und menschliche Qualifikation. Posten werden nicht mehr nach Parteibuch vergeben.
Grundsatz ist der, dass sich die Vernunft durchsetzen wird. Sicher wird es auf dem Weg dahin Fehler geben, kann nicht ausgeschlossen werden, dass jemand zum Betriebsleiter
gewählt wird, weil er vorher in der Kneipe einen ausgegeben hat. Aber das wird keinen
Bestand haben. Außerdem wird durch die Ehrenamtlichkeit gesellschaftlicher Aufgaben
der Andrang von punktegierigen Leuten nicht so groß sein, sind doch keinerlei Privilegien außer unentgeltlicher Arbeit damit verbunden.
Voraussetzung für das Funktionieren ist, dass eine breite Welle gesellschaftlicher Diskussion die Mehrheit der Menschen erfasst hat, die vielleicht nur mit der Bedeutung der Aufklärung zu vergleichen ist. Denn mit einer Mentalität des "Nur-Konsumieren-Wollen" würde es nicht gehen. Es muss ein gesellschaftlicher Konsens dahingehend vorherrschen, dass nur mit einer Alternative zum Kapitalismus die Zukunft unseres Planeten zu sichern ist. Der Kapitalismuskritiker gab und gibt es viele, was bisher fehlte, war eine machbare Alternative.

Nach langen 1500 Jahren Mittelalter kamen Aufklärung und Revolutionen. Noch
wenige Jahre vor der französischen Revolution wurden diejenigen, die ihren Erfolg für
möglich hielten als Spinner abgetan, weil man sowieso nichts an dem gottgewollten Feudal-system ändern könne. Doch nur kurze Zeit später zeigte sich, dass die Spinner nicht geirrt hatten.
"Nicht der Gedanke muss zum Menschen kommen, sondern die Menschen zum Gedanken," schrieb Marx. Deshalb ist schon heute wichtig, die Grundzüge einer neuen Gesellschaft, einer Alternative zum Kapitalismus zu entwickeln, damit die Menschen, wenn sie sich auf den Weg oder auf die Suche machen, nicht vergebens unterwegs sind.
Es geht also nicht darum, eine neue Heilsbotschaft früh um sechs vor den Werktoren als
Flugblätter zu verteilen, sondern der einsame Rufer kann in der Wüste bleiben, er wird Er-
folg haben, wenn es Sinn macht, was er ruft. Und hüten sollte man sich vor zu vielen Spekulationen. Es sind Grundgedanken, die in erster Linie zum Ziel haben, nach einer Alternative zu suchen, die jedoch nicht modellartig das kleinste Detail regeln wollen. Dass sollen die Menschen entscheiden, wenn es soweit ist. Doch das wird schon bald der Fall sein. Welt ohne Geld -, kann sie wieder rückgängig gemacht werden?
Was soll mit jenen geschehen, die die alte Ordnung wieder herstellen wollen, weil sie früher zu den Mächtigen und Reichen gehörten? Sie unterdrücken oder einsperren zu wollen, hieße wieder eine Art "Diktatur des Proletariats", staatliche Repression ins Leben zu rufen mit all seinen bekannten negativen Folgen. Darum meine Idee: Sie bekommen einen Kontinent (z.B. Australien, was historische Erfahrungen als Gefängnisinsel hat). Dort können sie ihre alte Welt behalten. Allerdings könnte es schwierig werden, Leute zu finden, die sich gern freiwillig ausbeuten lassen, wenn es überall anderswo ohne funktioniert. Dann müssen sie wohl doch selbst arbeiten...

Welt ohne Geld - der Übergang, oder wie es anfangen kann
Die Umstellung auf die geldlose Gesellschaft kann sehr einfach sein: Jeder arbeitsfähige
Bürger- egal in welchem Land er lebt- erhält ein Guthaben von Punkten, das von seiner
"Kaufkraft" den durchschnittlichen Lebenshaltungskosten eines Monats, den Dingen, die
man zum Leben braucht, entspricht. Spätestens die letzten vier Tage im Monat muss er oder sie dann arbeiten, um auch im nächsten Monat konsumieren zu können. Ist jemand gewöhnt, mehr zu konsumieren, wird er wohl eher mit der Arbeit anfangen müssen. Vorher wurden alle Bankkonten, falls noch etwas vorhanden war, auf null gestellt. Alle vorhandenen, aus der alten Gesellschaft übernommenen Sachwerte werden vom Geldwert auf den Arbeitspunktewert umgerechnet, sie bilden den Grundstock für die Produktion, Dienstleistungen und gesellschaftliche Leistungen. Von privaten Geldvermögen bleibt der Gebrauchswert erhalten: Etwa ein Stapel 100-Dollar-Noten gleich eine Rolle Klopapier.
Für die Menschen in den heutigen Industrieländern wird es nicht möglich sein, bis zum Monatsende zu warten, da ihr Wohlstand zu großen Teilen auf der Ausbeutung der 3.Welt beruht. Dinge, die nur deswegen billig zu haben waren, werden sich verteuern, d.h. es werden relativ viele Arbeitspunkte dafür nötig sein. Während in den Industrieländern nur mit viel Arbeit (vielleicht drei Arbeitstage pro Woche)der Lebensstandard hinsichtlich der Konsumgewohnheiten (es sei denn, man verändert diese) gehalten werden kann, wird sich das Leben der Menschen in den armen Ländern am schnellsten und deutlichsten verbessern. Das ist auch gerecht, denn wie kann man Menschen zumuten, nur einen Tag länger in menschenunwürdigen Slums zu wohnen, keine gesunde Ernährung zu haben. Nach einer kurzen Anpassungsphase wird übrigens jeder Mensch auf der Erde für eine Stunde Arbeit dieselbe Anzahl von Punkten enthalten. So wird vor allem in den Ländern, in denen die Menschen vorher für Hungerlöhne arbeiten mussten ein enormer Kaufkraftzuwachs entstehen. Denn der halbe Tagessatz, der an den Fonds für die Allgemeinheit abgeführt wird, gilt weltweit und er wird in einer globalen Aktion an die Gemeinden verteilt: Für jede Gemeinde, ob in Skandinavien oder in der Mongolei, gibt es einen prozentualen Anteil, die eingenommenen Mittel werden pro Kopf der Bevölkerung verteilt. Aus dieser neuen und gerechteren Verteilung des globalen Reichtums und den entstehenden Zuwächsen in den vorher armen Ländern sind dort endlich die Mittel vorhanden, um neue Kooperativen, eigene Produktionen zu beginnen, die lokalen Märkte mit selbst produzierten und nicht mit importierten Waren zu beliefern.
Welt ohne Geld - wie erreichen und wann?
Es gibt einige Faktoren, die hinsichtlich des ungefähren Zeitpunkts genannt werden können.
Was werden die nächsten Jahre bringen?
In einigen Ländern werden die Konservativen von den Sozialdemokraten abgelöst werden,
in anderen umgekehrt. Egal, wer regiert, es wird eine Politik durchgesetzt, die die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander klaffen lässt und so zwangsläufig größere Teile der Mittelschichten in den Abwärtsstrudel zieht. Das heißt nicht automatisch, dass sich die Menschen Ideen wie der "Welt ohne Geld" zuwenden. Das kritische Potential kann auch von Rechtspopulisten genutzt werden, zumindest zeitweilig, oder es kann auch gelingen mit Hilfe Massenverblödender Medien den Zugang zu neuen Ideen zu blockieren.
Doch wenn das Geld seinen Wert immer schneller verliert, zum Beispiel durch eine globale
Finanzkrise, wenn Geld nichts mehr wert ist, kann sehr schnell die Frage gestellt werden,
ob es nicht eine Alternative dazu geben muss. Die Gier nach höheren Aktienwerten, die
nicht mehr an die eigentliche Wertschöpfung gekoppelt sind, lässt schon heute Blasen
entstehen, die in immer kürzeren Abständen platzen. Aber auch die schleichende Entwicklung birgt Zündstoff: Die Vergabe von Krediten bedeutet immer die Erhöhung der Geldsumme. Die Rückzahlung mit Zinsen setzt zwingend voraus, dass ein Wachstum erreicht wird. Mit 1000 Dollar Kredit muss ich Waren im Wert von 1000 plus x herstellen,
sonst funktioniert es nicht. (Die globale Geldsumme steht den weltweit erzeugten Waren
gegenüber, wächst nur die Geldsumme entsteht Inflation). Die gegenwärtige Finanzpolitik setzt also immer zwingend ein Wachstum voraus, was aber nicht zu erreichen ist,
siehe insbesondere die Schuldenlast der Länder in der Dritten Welt.

Wenn eine Bewegung, die ausgelöst von einer breiten Politikverdrossenheit, fordert, dass die Bürger selbst die Entscheidungen in die Hand nehmen. Eine Bewegung für mehr und
direkte Demokratie kann der Anfang sein. Es gilt immer noch die alte Regel für alle grundlegenden Veränderungen: Impotenter Mann auf frigider Frau. Wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen. Es gibt wahrscheinlich einen günstigen Zeitraum, der in den Jahren zwischen 2012 und 2018 liegt. Warum? In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas ist die Bevölkerung stark gewachsen, der Anteil der jungen Einwohner liegt oft bei 50% oder mehr. Diese Jugend erlebt den Widerspruch zwischen glitzernder Konsumwelt und eigener Perspektivlosigkeit. Dieser Widerspruch wird in Empörung münden und die alten Strukturen dieser Länder hinwegfegen, weil die Jugend die Mehrheit des Volkes bildet. Die globalen Probleme wie Klimaveränderung, Rohstoffverknappung, Energiegewinnung usw. werden eine neue Zuspitzung erfahren, die entsprechenden Zahlen und Forschungsergebnisse sind bekannt. Die revolutionäre Zuspitzung wird aber dadurch entstehen, dass die Regierenden aller Länder weiter an egoistischen Interessen festhalten werden (siehe Nichteinhaltung der CO2-Ziele), nicht in der Lage sein werden, auch gegen die Interessen der großen Unternehmen und Banken eine ökologische Politik durchzusetzen. Wissenschaftler, Forscher, Techniker und Ingenieure, die über hohe Qualifikationen verfügen, wissen mehrheitlich um den Zustand unseres Planeten und was zu seiner Rettung nötig ist. Sie werden auf der Seite der Revolution stehen. Das "europäische Haus", die EU hat nichts mehr mit den Ideen seiner Gründer gemein. Geschacher um so genannte Landesinteressen (oft nur die von Banken), Selbstbedienung der Politiker und Missmanagement bei der Banken- und Euro-Krise, für die Jugend in den europäischen Ländern ist solch ein Europa keine Vision. Ihr Ruf lautet "Empört-Euch!" Die Euro-Krise wird sich ausweiten. Die Rezepturen der Regierenden, den Arbeitnehmern ihrer Länder immer neue "Sparkonzepte", Lohn- und Sozialabbau zu verordnen, wird den Widerstand verstärken, Generalstreiks in mehreren europäischen Ländern werden kommen, die Gewerkschaften werden zu ihrer alten Rolle und Stärke zurückfinden (allerdings nicht mit den alten Bonzen). Und in Deutschland: Die Konservativen haben die sich anbahnende und zuspitzende Lage nicht rechtzeitig erkannt, sie sind orientierungslos und werden ihren Einfluss verlieren, auch weil sich im konservativen Lager zwei Flügel gegenseitig kanalisieren: Die Wertkonservativen, die z.B. in der Bundesrepublik bis zum Ende der Ära Kohl das Sagen hatten und die zum Machterhalt auch ein Bündnis mit rechten und rassistischen Kräften schließen würden und die Liberalkonservativen, die eher auf ein Bündnis mit dem bürgerlichen Teil der Grünen setzen. Außerdem geht viel Zeit für die Rettung der angeschlagenen FDP verloren. Diese wird im nächsten Bundestag nur über Direktmandate vertreten sein können, es sei denn die Sperrklausel wird aufgehoben. Lohnzuwächse, die von Steuern und Inflation aufgefressen werden, das Gefühl nicht am sogenannten Aufschwung teilzuhaben, sondern dass der kleine Mann die Zeche zu zahlen hat, ob für Bankenrettung oder Afghanistan, das Erkennen der zunehmenden Schere zwischen Arm und Reich und die Angst vor dem eigenen sozialen Abgleiten wird dazu führen, dass eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung mit einer gesellschaftlichen Umgestaltung sympathisieren wird. Auf dieser Basis wird es möglich sein, die Revolution mit 10 Prozent der Bevölkerung als aktiv Handelnde zu gewinnen. Diese 8 Millionen kriegen wir zusammen, fünf aus jeder Schulklasse würden schon reichen. Give 5 4 revolution! Widerstand gegen die Welt ohne Geld wird von denen geleistet, die am meisten zu verlieren haben. Es sind zwar nicht mehr als 2% der Gesellschaft weltweit, aber sie verfügen über die Macht, über Einfluss im Staat, befehlen das Militär usw. Doch wird mit Hilfe der Informatik eine völlig neue Taktik möglich. Wenn es bald nur noch Computer gesteuerte Systeme gibt, dann sind diese auch gegenüber informeller Mittel nicht unangreifbar. Immer wieder beweisen Hacker, dass sie selbst die sichersten Systeme ausschalten können.
Die hohe Konzentration der Arbeitnehmer in multinationalen Unternehmen macht globales Handeln eher möglich als je zuvor.
Aktionen französischer Fernfahrer, z.B. Blockade von Autobahnen und Erdölraffinerien
haben bereits bewiesen, wie man mit friedlichen Mitteln entscheidende Schlüsselfunktionen der Volkswirtschaft ausschalten oder kontrollieren kann.
Eine friedliche Bewegung kann erfolgreich sein, das zeigte Gandhi in Indien, das zeigte auch das Ende der DDR und anderer osteuropäischer Staaten. Das zeigen auch die Entwicklungen in der arabischen Welt. Und über facebook und twitter, auch das zeigen die aktuellen Ereignisse, gibt es neue Möglichkeiten sich zu organisieren und weltweites Agieren zu koordinieren. Neue Kräfte und Organisationsformen entstehen, die gestern kaum jemand voraussah. Aber es ist müßig zu spekulieren. Nicht müßig dagegen ist es, die Diskussion über die gesellschaftliche Alternative zum Weltkapitalismus zu beginnen. Ob sie letztlich genau so aussehen wird, wie in "Welt ohne Geld" skizziert- da halte ich es mit Sokrates (Ich weiß, dass ich nichts weiß.).
Wichtig ist die Suche und Debatte um die globale Alternative, nicht nur die Formulierung dessen, wogegen man kämpft, sondern wofür. Jeder kann im Herbst vor einem Obstbaum stehen und feststellen, dass ungeerntete Früchte verfaulen. (e-mail: kuhl.schuemer@freenet.de)

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